Behindern ist heilbar

Die Bundesregierung hat eine Kampagne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gestartet. Die Konvention verpflichtet alle Vertragsstaaten zur „dauerhaften Durchführung wirksamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit“, um so zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber den Rechten von Menschen mit Behinderung beizutragen (Art. 8). 

„Inklusion als zentraler Gedanke der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft angeht“, sagte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen. Weiter heißt es auf der Webseite ihres Ministeriums: „Mit dieser Kampagne wollen wir Inklusion – das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung – ins Bewusstsein aller Menschen in Deutschland bringen. Zugleich kommen wir damit einer unserer internationalen Verpflichtungen im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention nach, die in Deutschland verbindlich ist. Es freut mich besonders, dass wir bei der Erarbeitung der Kampagne auch auf den wertvollen Rat der Verbände von Menschen mit Behinderungen zählen konnten. Ich wünsche mir, dass wir damit noch mehr Mitstreiter gewinnen, die sich in ihren jeweiligen Lebensbereichen für Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention stark machen, behindernde Strukturen abschaffen und Inklusion einfach leben.“ 

Die Kampagne ist langfristig angelegt und greift jedes Jahr zwei Schwerpunktthemen auf (2011: „Barrierefreiheit“ und „Arbeit“). Die Motive werden ab Oktober in Nachrichtenmagazinen und Publikumszeitschriften geschaltet und auf Großflächenplakaten, Megapostern und City-Light-Postern gezeigt. Außerdem gibt es Unterstützermotive, in die Behindertenverbände ihr eigenes Logo und eigene Inhalte ergänzen können. 

Für die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne setzt der Bund 2011 rund 1,8 Millionen Euro ein. Die Fortsetzung in den kommenden Jahren soll in vergleichbarem Umfang erfolgen. Die Kampagne ist ein Schwerpunkt des Nationalen Aktionsplans, den die Bundesregierung im Juni dieses Jahres zur Umsetzung der Konvention vorgelegt hat.

 

Quelle: http://goo.gl/anSTm (kobinet)