Inklusion schafft Teilhabe

Daumen hochDer Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) spricht sich in Berlin klar für eine inklusive Gesellschaft als Lebensmodell der Zukunft aus. Echte Teilhabe wird nur im gemeinsamen, gleichberechtigten Miteinander – Leben, Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen – möglich sein. 

Die Botschaft, die von der 45. Bundesfachtagung des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik mit dem Titel „!Gemeinsame Wege – Inklusion als Anspruch und Auftrag der Heilpädagogik“ in Berlin ausgehen wird, ist klar: Menschen mit Behinderungen gehören in die Gesellschaft und sie gehören dazu – ohne wenn und aber. Das bedeutet: Nicht geduldet – sondern selbstverständlich. Nicht per Quote dazugeregelt – sondern vorn herein dabei. Nicht integriert – sondern inklusiv, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes. 

HeilpädagogenInnen sind wie kaum eine andere Berufsgruppe in diesen Umgestaltungsprozess, der mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 angestoßen wurde, involviert. Sie kennen die zahlreichen Chancen, die das Thema aufzeigt, ebenso, wie die Grenzen, an die man im realen Alltag dabei immer wieder stößt. Die BHP Fachtagung in Berlin wird einen differenzierten Blick auf die Thematik werfen und den Stand der Umsetzung kritisch reflektieren. Eine Erkenntnis dazu steht aber bereits jetzt fest: Noch klafft eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Der BHP hat sich als Fachverband seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention für eine flächendeckende zügige Überführung in deutsches Recht und damit auch das Thema Inklusion stark gemacht, das sich als inhaltlicher roter Faden bereits durch mehrere Fachtagungen des BHP zog, heißt es in der Presseinformation zur Tagung, die morgen in Berlin endet.

Die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in allen Lebensbereichen ist für HeilpädagogenInnen ein wichtiges Ziel, für dessen Erreichen in den nächsten Jahren noch viel zu tun sein wird. Politik, Bund, Länder, Kommunen, Verbände und Institutionen werden an einem Strang ziehen müssen, wenn Inklusion gelingen soll, so der Appell.

Quelle:  http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,28153/ticket,g_a_s_t